Die Patientenhochschule des Katholischen Klinikums Essen findet Nachahmer: Die ersten Vorlesungen nach Essener Vorbild wurden im März diesen Jahres am Klinikum Dortmund gehalten.

„Patienten in Deutschland werden heute immer öfter zum ‚Manager‘ ihrer eigenen Krankenakte, sind darauf aber meist nur schlecht vorbereitet. Das wollen wir ändern“, sagt Marc Raschke, Leiter der Unternehmenskommunikation des Klinikums Dortmund, der die Patientenhochschule nach Dortmund geholt hat. Die ersten Vorlesungen der neuen Patientenhochschule in Dortmund fanden im Januar statt. „Wir freuen uns riesig, dass auch andere Krankenhäuser auf den Zug aufspringen“, sagt Oliver Gondolatsch, Marketingleiter des Katholischen Klinikums Essen.

Medizinisches Hintergrundwissen für jedermann

Die Patientenhochschule bietet kostenfreie Vorträge und Workshops, die sich an interessierte Bürger, Patienten, Patientenvertreter, aber auch an Mitarbeiter im Gesundheits- und Sozialwesen richten. In Vorträgen wie „Gallensteine – wann sollte man wirklich operieren?“ oder „Workshops für Gerätemedizin“ vermitteln Experten interessierten Männern und Frauen medizinisches Hintergrundwissen.

Die Teilnahme ist einfach: Interessierte registrieren sich online, erhalten eine eigene Matrikelnummer, besuchen in maximal vier Semestern mindestens 15 Vorträge in den Bereichen Medizin, Chirurgie und Gesundheitspolitik und erhalten am Ende nach bestandener Prüfung das Basis-Zertifikat „Mündiger Patient“. Neben dem Basis-Zertifikat gibt es noch die Level C, B und A als höchsten Abschluss. Hochschüler, die einen weiteren Level erreichen möchten, besuchen Workshops für Fortgeschrittene und weitere Kurse. Nach 15 besuchten Veranstaltungen erfolgt eine Prüfungsklausur.

Praktische Einweisung in moderne Medizintechnik

Die Patientenhochschule am Katholischen Klinikum Essen gehört zu den ersten deutschlandweit und ist in ihrer Ausführung insbesondere wegen praktischer Elemente im Simulationszentrum der Steinbeis Hochschule in Essen-Kupferdreh einzigartig. Dort können sich Patienten genauestens in die neueste Technik der Narkose- und Beatmungsgeräte einweisen lassen. Unter fachkundiger Anleitung haben sie sogar die Möglichkeit, an Puppen selbst einmal eine Beatmung oder eine Narkose auszuprobieren.

Die Teilnahme an den Vorlesungen und Prüfungen der Patientenhochschule ist kostenlos. Kommende Vorlesungen sind beispielsweise „Das verschlissene Kniegelenk – Gelenkerhalt oder Gelenkersatz?“ (8. Juni 2016, 18-19 Uhr) oder „Selbsthilfegruppen – Ein Weg zum mündigen Patienten“ (16. Juni, 18-19 Uhr).

Weitere Informationen sowie Anmeldungen unter https://gesundinessen.de/patientenhochschule.

Kontakt:

Katholisches Klinikum Essen
Marienhospital Altenessen
Oliver Gondolatsch
Leiter Marketing und Kommunikation, Kfm. Leiter MVZ Essen-Nord-West
Hospitalstraße 24
45329 Essen

Fon: 0201 6400 1020
Mail: o.gondolatsch@kk-essen.de