Erkrankungen des Herzkreislaufsystems sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Umso wichtiger ist eine schnelle und kompetente Behandlung. Die beiden Chest Pain Units des Katholischen Klinikums Essen haben dank hervorragender, moderner Technik sowie gewissenhafter und schneller Ärzte auch überregional hohe Bedeutung.

Prof. Dr. Birgit Hailer eilt von einem Patienten zum nächsten: hier kontrolliert sie Stents, dort fragt sie nach dem Befinden und spurtet im nächsten Augenblick auf die Intensivstation. Hektisch wirkt  die Leitende Ärztin der  Medizinischen Klinik II – Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie, Rhythmologie und Gastroenterologie – dabei nicht. Ihr Engagement und ihre Stressresistenz haben die Medizinerin weit nach oben gebracht: deutschlandweit gehört die Professorin zu den ganz wenigen Frauen, die eine Fachklinik leiten.

Frühe Behandlung rettet Leben     

Neben der invasiven Kardiologie, die sich mit Herzerkrankungen befasst, und der interventionellen Angiologie, die auf Gefäßerkrankungen  spezialisiert ist, umfasst die Medizinische Klinik II des Katholischen Klinikums Essen auch die Akutversorgung, Intensivstationen und zwei  daran angeschlossene Chest Pain Units. Die am Philippusstift ist 2009 als erste ihrer Stadt zertifiziert worden. 2010 erhielt auch das St. Vincenz Krankenhaus die entsprechende Auszeichnung.
„Bei einem Herzinfarkt ist es notwendig, früh zu handeln“, erläutert Prof. Hailer einen der wichtigsten Eingriffe.

„Wir sagen immer: ‚Zeit ist Herzmuskel‘. Je früher ein Herzinfarkt erkannt wird, desto mehr Herzmuskelgewebe können wir retten.“

Die Warnung richtet sie nicht nur an sich und ihr Ärzte-Team, sondern auch an Patienten. Je eher sie mit Beschwerden in die Klinik kommen, desto größer sind die Heilungschancen.

Zeitgewinn dank modernster Technik

Immer wieder würden kardiologische Erkrankungen beiläufig entdeckt: „Manche kommen einfach mit Unwohlsein in die Notaufnahme, wo durch ein EKG zufällig Herzprobleme festgestellt werden“, berichtet die Chefärztin. Wird ein Patient mit Verdacht auf Herzinfarkt per Rettungswagen eingeliefert, kann das EKG des Patienten dank modernster Technik bereits von unterwegs aus an die Klinik übermittelt  werden. Verhärtet sich die Annahme, wird der Kranke – ohne Umweg über die zentrale Notaufnahme – direkt ins Herzkatheterlabor gebracht.
„Das bringt einen enormen Zeitgewinn“, betont Prof. Hailer und stellt weitere Vorteile ihrer Abteilung heraus: „Wir haben ein hohes Angebot an Untersuchungsmethoden. Wir haben einen Gastroenterologen vor Ort. Wir haben einen Neurologen vor Ort. Wir können durch die Interdisziplinarität umgehend die Ursache des Schmerzes abklären. Wir sind schnell.“ So rapide wie sie spricht, ist sie auch schon wieder  weg – auf dem Weg zum nächsten Notfall.

Kontakt
Katholisches Klinikum Essen
Philippusstift
Prof. Dr. Birgit Hailer
Leitende Ärztin
Medizinische Klinik II – Innere Medizin, Kardiologie,  Angiologie, Rhythmologie u. Gastroenterologie
Hülsmannstr. 17
45355 Essen
Fon: 0201 6400 3301/3302
Mail: mk2@kk-essen.de

St. Vincenz Krankenhaus
Von-Bergmann-Straße 2
45141 Essen
Fon:  0201 6400 3051
Mail: mk2-vk@kk-essen.de