Bei einer pulmonalen Hypertonie (Lungenhochdruck) arbeiten Herz und Lunge nicht optimal zusammen. Weil die Lungengefäße stark verengt sind, muss das Herz großen Druck aufbauen, um das verbrauchte Blut in die Lunge zu pumpen.  Der mittlere arterielle Blutdruck in der Lungenschlagader steigt im Ruhezustand vom Normalwert, der weniger als 20 mmHg (Millimeter-Quecksilbersäule) beträgt, auf mehr als 25 mmHg an. Folgen sind eine Durchblutungsstörung der Lunge, verschlechterte Sauerstoffaufnahme, Überlastung der rechten Herzkammer bis das Herz schließlich völlig versagt.

Ursachen der chronischen, tödlichen Krankheit können kardiologischer Natur sein, beispielsweise Herzfehler, Herzklappenfehler oder von der Lunge hervorgerufen, zum Beispiel durch eine chronische Bronchitis oder die Lungenkrankheit COPD. Weitere mögliche Auslöser sind Lungenembolien, Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis oder Bindegewebserkrankungen, Infektionskrankheiten wie HIV sowie spezielle Kinderkrankheiten.

 

Bei Lungenhochdruck ist die Arterie zur Lunge verengt, das rechte Herz muss mehr pumpen. © Katholisches Klinikum Essen
Bei Lungenhochdruck ist die Arterie zur Lunge verengt, das rechte Herz muss mehr pumpen © Katholisches Klinikum Essen


Aktuelle Termine

23.-25. Oktober 2015
„18. Pulmonale Hypertonie-Patiententreffen mit Angehörigen“
Zur Anmeldung

25. November 2015
„Fortbildung zum Thema Pulmonal-arterielle Hypertonie für niedergelassene Kollegen
Wann: 25.11.2015, 13:30 Uhr.
Wo: Philippusstift, Hülsmannstr. 17, 45355 Essen, Haus F, Raum 2.
Kontakt für Anmeldungen und Anfragen: 0201 6400 3301.

 

Weitere Links zum Gesund in Essen SPEZIAL Lungenhochdruck:

Reportage: Zuzana Hamers lebt seit Jahren dauerhaft am Sauerstoffgerät

Interview: Lungenexperte Dr. Stefan Matzko erläutert, wie er pulmonale Hypertonie behandelt

Interview: Günther Thimm, 2. Vorsitzender des Vereins phev, spricht über unspezifische Symptome und mangelnde Aufklärung