Bevor wir Ihnen wöchentlich eine Übungen vorstellen, mit der Sie Ihre Achtsamkeit schulen können, möchten wir Ihnen darstellen, was Achtsamkeit überhaupt ist. Das Thema Achtsamkeit wird in vielen Medien aufgegriffen und wird je nach Autor anders aufgegriffen und definiert.

Achtsamkeit wird oft im gleichen Atemzug mit Esoterik und Spiritualität genannt. Tatsächlich hat der Begriff beziehungsweise die Lehre der Achtsamkeit ihren Ursprung in der buddhistischen Tradition. Das Ziel der Mönche ist es, alle Gedanken, Gefühle und Empfindungen hinter sich zu lassen, um so den Weg der Erleuchtung zu gehen.

Für uns, das Team von GesundInEssen.de, steht weniger der Weg der Erleuchtung im Vordergrund, als eine Veränderung von der automatischen Wahrnehmung hin zur bewussten. Achtsamkeit ist also zum einen die bewusste Konzentration auf Dinge, Gefühle und Gedanken, die jetzt in diesem Augenblick geschehen oder sind, ohne sie zu bewerten, also ohne zu benennen, „das ist gut oder jenes gefällt mir nicht“.

Trainiert werden kann Achtsamkeit beispielsweise durch Meditationsübungen.
Wenn Sie regelmäßig üben, können Sie Abstand zu Ihren Gedanken, Gefühlen und Erlebnissen bekommen – ohne dass Sie gefühlskalt oder ignorant werden. Meditation, also in der Aufmerksamkeit sein, fördert das Mitgefühl und damit die Mitmenschlichkeit in unserer hektischen Zeit offenbar. Die Neurowissenschaftlerin Tania Singer arbeitet mit Ihrem Team daran, nachzuweisen, dass für das Mitgefühl verantwortliche Hirnareale durch Meditation gezielt trainiert und vergrößert werden können. Die Studie ist noch nicht abgeschlossen.