Arthrose ist ein Volksleiden. Die Krankheit kann starke Schmerzen verursachen. So auch bei Antonius Niggemeier, der jahrelang an Kniearthrose litt. Heute kann er Dank künstlichem Kniegelenk wieder weite Strecken gehen.

Antonius Niggemeier kommt etwas müde aber glücklich von einer Wanderung mit Freunden zurück. Die Taborhöhe am Faakersee in Österreich. Auf- und Abstieg bei herrlichem Wetter. Für den begeisterten Wanderer ist das alles andere als normal. „Noch vor einem Jahr konnte ich mit meinen Freunden nur im Garten herumsitzen. An eine Wanderung war nicht zu denken“, sagt er. Niggemeier litt damals bereits seit längerer Zeit an einer Kniearthrose im rechten Knie. Er konnte sich immer weniger bewegen, und die Knieschmerzen nahmen von Tag zu Tag zu. Nach erfolglosen konservativen Therapien entschloss er sich zu einer Operation. Seitdem ist er mit einem künstlichen Kniegelenk wieder schmerzfrei unterwegs.

Diagnose Kniearthrose

Die Geschichte des fast 80-jährigen Antonius Niggemeier dürfte vielen Menschen Hoffnung machen. Denn Kniearthrose – oder Arthrose in anderen Gelenken – ist kein Einzelfall: Ab dem 65. Lebensjahr erkranken zwei Drittel der Deutschen daran. Aber auch schon in jüngeren Jahren sind Menschen von Arthrose betroffen. „Arthrose ist eine Abnutzungserscheinung in den Gelenken, die das übliche Maß des Verschleißes übersteigt“, erklärt Dr. Peter Feldmann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Hand- und Fußchirurgie am Philippusstift und am St. Vincenz Krankenhaus des Katholischen Klinikums Essen.

Arthrose ist kein Einzelfall: Ab dem 65. Lebensjahr erkranken zwei Drittel der Deutschen daran.

Der Kniespezialist hat jahrelange Erfahrung mit Knieoperationen. Ursache ist meist Bewegungsmangel oder eine zu hohe Belastung, etwa aufgrund erhöhten Körpergewichts oder angeborener sowie verletzungsbedingter Fehlstellungen der Gelenke. „Bei Arthrose ist die knochenschützende Knorpelschicht abgenutzt, die Knochen reiben direkt aufeinander. Die Folge sind Schmerzen und Bewegungseinschränkungen“, so der Orthopäde Dr. Feldmann. Prinzipiell kann jedes Gelenk des Körpers betroffen sein: Finger, Füße, Knie, Hüfte oder Schulter.

Wenn konservative Therapien bei Kniearthrose nicht mehr helfen

Mit Bewegungseinschränkungen begannen auch die Leiden von Antonius Niggemeier. Ungefähr drei Jahre vor seiner Knieoperation traten erstmals Beschwerden auf. „Die Knieschmerzen fingen langsam an, wurden dann immer schlimmer“, sagt er. Sein Bewegungsradius wurde von Tag zu Tag kleiner. Sein Orthopäde stellte die Diagnose Kniearthrose. Die Röntgenaufnahme zeigte, dass die Knochen am Kniegelenk schon stark angegriffen waren und nicht mehr gerade aufeinander standen. Konservative Therapien wie Massagen und Akupunktur waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr erfolgreich, die Arthrose war zu weit fortgeschritten. Der Orthopäde riet Niggemeier zum Einsatz einer Knieprothese am St. Vincenz Krankenhaus des Katholischen Klinikums Essen.

 „Eine Operation wird dann notwendig, wenn konservative Maßnahmen wie Physiotherapie oder lokale Schmerztherapien nicht weiterhelfen.“

Künstliches Gelenk bringt Entlastung

Der Kniespezialist Dr. Feldmann bestätigt den medizinischen Rat von Niggemeiers Orthopäden: „Eine Operation wird dann notwendig, wenn konservative Maßnahmen wie Physiotherapie oder lokale Schmerztherapien nicht weiterhelfen.“ Meist ist dies der Zeitpunkt, an dem die Patienten dauerhaft unter Knieschmerzen und einer erkennbaren Bewegungseinschränkung leiden. Dann kann durch den Einsatz eines künstlichen Gelenks eine echte Steigerung der Lebensqualität erreicht werden. „Hier verfügt unsere Klinik über differenzierte Behandlungsmöglichkeiten für Patienten jeden Alters und mit allen Arten von Arthrose-Erkrankungen“, so Dr. Feldmann.

Glücksgefühle beim Treppensteigen – das künstliche Kniegelenk bringt Erleichterung

Als Niggemeier zwei Tage nach der Operation zum Treppensteigen ermuntert wurde, war ihm etwas mulmig zu Mute: „Jetzt fangen die Schmerzen wieder an, dachte ich. Aber ich hatte überhaupt keine Schmerzen! Ich bin die Treppen hoch und runter gelaufen, zuerst mit zwei Gehhilfen, anschließend mit einer. Es war einfach toll!“, freut sich Niggemeier heute noch. „Die ersten Tage nach der Operation habe ich zwar noch Schmerzmittel bekommen, die ich aber recht schnell absetzen konnte. Das Knie war auch nicht geschwollen. Es sah aus wie ein ganz normales Knie! Von Anfang an konnte und sollte ich wieder laufen.“

Kein Weg zu weit – Dank künstlichem Knie

Nach zehn Tagen Aufenthalt im Krankenhaus kam Niggemeier in die ambulante Reha. Und auch hier blieben die befürchteten Knieschmerzen aus. „Mir wurde gesagt, dass der Erfolg der Operation maßgeblich von einer starken und intakten Muskulatur abhängt. Deshalb habe ich mich nach der Reha im Fitness-Studio angemeldet und stemme seitdem regelmäßig Gewichte – meistens sind es nur ein bis zwei Kilos“, sagt Niggemeier lachend, „aber für mich ist das genug!“

„Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich wieder so gut zu Fuß bin und keine Schmerzen mehr habe. Ich habe Dr. Feldmann und meinem Hausorthopäden, Dr. Setareh, so viel zu verdanken!“

Schmerzfreier Alltag – Kniearthrose ade

Antonius Niggemeier ist Dr. Feldmann und seinem Team für die professionelle und überaus freundliche Behandlung sehr dankbar. Auch dreieinhalb Jahre nach der Operation ist er zufrieden: „Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich wieder so gut zu Fuß bin und keine Schmerzen mehr habe. Ich habe Dr. Feldmann und meinem Hausorthopäden, Dr. Setareh, so viel zu verdanken!“ Der Alltag, der vor der Knieoperation nur noch eingeschränkt und unter Schmerzen zu bewerkstelligen war, ist nun kein Problem mehr. Mittlerweile ist dem Wanderer kaum mehr ein Weg zu weit. Damit die Knieprothese lange hält, muss Niggemeier einige Dinge beachten. Beispielsweise darf er die Beine beim Sitzen nicht mehr übereinanderschlagen. „Aber darauf kann ich nun wirklich verzichten“, sagt Niggemeier, „statt rumzusitzen, bin ich ohnehin lieber unterwegs!“

Lesen Sie hier das Interview mit Dr. Felmann zum Thema Arthrose und künstliches Kniegelenk.