Am 26. Januar 2017 fand am Essener Philippsstift in Borbeck der zweite Tag des Patienten statt.

Mit einem umfassenden Vortragsprogramm hat das Katholische Klinikum Essen am 26. Januar den zweiten Tag des Patienten zelebriert. Dabei kamen neben den Patientenfürsprechern und den Vorsitzenden des Bundesverbands Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen e. V. (BBfG) sowie des Bundesverbandes Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e. V. (BPiK) auch die Mit-Initiatoren der Patientenhochschule und das Gesundheitsamt der Stadt Essen zu Wort. Alle Beteiligten wie auch die Besucher lobten den Tag des Patienten als Anker für mehr Patientenorientierung und Vertrauen in deutschen Krankenhäusern.

Stefan Mattes, Leiter Marketing und Kommunikation des Katholischen Klinikums Essen, freute sich über rege Beteiligung und großes Interesse von Patienten und Angehörigen. „Insbesondere die Themen Vorsorgevollmacht und Zweitmeinung waren stark nachgefragt. Die Besucher kamen mit vielen konkreten Fragen zu uns ans Philippusstift. Das zeugt von der Wichtigkeit dieses Aktionstages in Essen“, so Mattes. Das Katholische Klinikum Essen hat den Tag des Patienten im vergangenen Jahr mit ins Leben gerufen. Erklärtes Ziel des Aktionstages ist es, Transparenz zu leben und Patienten über ihre Rechte aufzuklären.

Im Borbecker Philippusstift sprachen Patientenfürsprecher und Beschwerdemanager deshalb über ihre Aufgaben und gesetzliche Vorgaben in der Praxis. Dr. Horst Gerhard und Dr. Olaf Guckelberger stellten die Patientenhochschule vor. Rüdiger Hildebrandt, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, erklärte anhand anschaulicher Beispiele die Bedeutung einer Zweitmeinung, und das Gesundheitsamt der Stadt Essen informierte über das Thema Vorsorgevollmachten.

Ein positives Resümee zieht Detlef Schliffke, Patientenfürsprecher am Essener Philippusstift und 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e. V. (BPiK). „Ich freue mich, dass wir an den Erfolg vom vergangenen Jahr anknüpfen konnten. Die steigende Zahl der teilnehmenden Kliniken und die bundesweit überaus positive Medienresonanz zum Tag des Patienten zeigen, dass das Bewusstsein zur Aufklärung über Patientenrechte in vielen Kliniken mittlerweile fest verankert ist“, resümiert Schliffke.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“
Oliver Gondolatsch, Vorsitzender des Bundesverbandes Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen e.V. (BBfG), stellte im Rahmen seines Vortrages das klinikübergreifende Beschwerdemanagement vor. Sein Fazit: „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz, stellen aber auch fest, dass Patientenfürsprache  und institutionelles Beschwerdemanagement bei vielen Patienten noch nicht bekannt genug sind. Insgesamt sind noch zu viele Patienten zurückhaltend, wenn es um das Thema Beschwerden geht. Mit einem so erfolgreichen Aktionstag wie in diesem Jahr sind wir jedoch auf dem richtigen Weg“.

Mit der Patientenhochschule des Katholischen Klinikums Essen wurde ein weiterer, wichtiger Bestandteil der Patientenaufklärung vorgestellt. Die vielfach preisgekrönte Veranstaltungsreihe ist ein Musterbeispiel für die Information und Aufklärung von Patienten. „Die Patientenhochschule ist ein über den Tag des Patienten hinausgehendes Modell zur Ausbildung mündiger Patienten, denn nur wer informiert ist, kann seine Rechte und Ansprüche geltend machen“, erklärt Stefan Mattes.

Der Tag des Patienten
Der Tag des Patienten findet jedes Jahr am 26. Januar statt. Er ist eine gemeinsame Initiative des Bundesverbands Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen e.V. (BBfG), des Bundesverbandes Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e.V. (BPiK) und des Patientenportals Saluway. Oberstes Ziel ist die Aufklärung und Information der Bevölkerung über ihre Rechte als Patienten. Langfristig möchten die Bundesverbände die Patientenzufriedenheit steigern und damit auch die Qualität der Betreuung in Krankenhäusern verbessern.