GesundInEssen interviewte Barbara Storp von der Selbsthilfegruppe Depressionen am Philippusstift zu ihrer Arbeit.

Frau Storp, wie kamen Sie zu dieser Selbsthilfegruppe? Seit wann sind Sie dort?
Ich bin seit 2007 Mitglied dieser Gruppe. Seit 2009 koordiniere ich sie. Zu der Gruppe bin ich über Wiese e. V. gekommen.
Ich habe dort angefragt, welche Selbsthilfegruppen für Depressive es in Essen gibt und mir diese ausgesucht.

Wie läuft ein Selbsthilfetreffen bei Ihrer Gruppe ab?
Anfangs machen wir eine kurze Runde, in der jeder erzählt, wie es ihm geht oder ob etwas passiert ist. Wenn jemand neu dazu gekommen ist, stellt er sich vor. Danach besprechen wir einzelne Themen aus Büchern, Filmen oder was uns auf dem Herzen liegt. Am Ende gibt es eine Schlussrunde, in der wir das Treffen zusammenfassen. Das Schöne an einer Selbsthilfegruppe ist, dass man sich nicht erklären muss. Die Symptome zu erklären ist schwierig, weil man ja selbst nicht weiß, was genau eigentlich los ist. Die anderen verstehen das genau.

Was lernen depressive Menschen in einer Selbsthilfegruppe?
Wir diskutieren beispielsweise über Medikamente, wie sie wirken und welche Nebenwirkungen sie haben. Das kann sehr hilfreich sein, wenn eine Umstellung auf ein anderes Medikament bevorsteht. Wir geben uns auch gegenseitig Tipps, was man tun kann, wenn man gerade in einem Tief ist. Im Vordergrund steht aber einfach der Austausch, das miteinander Reden.

Wann finden die Treffen jeweils statt?
Wir treffen uns Dienstags um 17.30 Uhr im Philippusstift Haus F. Treffpunkt ist der Raucherpoint.

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Storp. Ihr Gesund In Essen Team.
Essen,