Viele Menschen lernen durch den Austausch in Selbsthilfegruppen eine Krankheit akzeptieren und damit zu leben. Das Katholische Klinikum Essen stellt die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen in den Vordergrund.

Das Katholische Klinikum Essen fördert Selbsthilfe

Nicht immer ist Schweigen Gold „Erfahrungen austauschen statt still Schweigen“ ist eines der Mottos am Katholischen Klinikum Essen. Der Selbsthilfebeauftragte, Oliver Gondolatsch, nimmt dieses Motto ernst. Er arbeitet seit vielen Jahren eng mit Selbsthilfegruppen und Wiese e. V. zusammen, einer zentralen Plattform für Selbsthilfearbeit in Essen. „Erfahrungen auszutauschen hilft Patienten“, davon ist Gondolatsch überzeugt. Auch in Zahlen lässt sich das bestätigen. Immer mehr Patienten am Katholischen Klinikum Essen suchen Gespräche nicht nur von Patient zu Arzt, sondern von Betroffenem zu Betroffenem.

Hilfe zur Selbsthilfe

In unserer Gesellschaft gilt es fälschlicherweise noch häufig als Manko, wenn man mit etwas nicht alleine zurecht kommt.

Am Katholischen Klinikum Essen finden regelmäßig Treffen von Selbsthilfegruppen zu verschiedenen Erkrankungen statt. Häufig suchen auch Angehörige von Erkrankten das Gespräch mit den Gruppen. Doch den meisten Patienten fällt es anfangs schwer, einer Selbsthilfegruppe beizutreten. „Das liegt auch daran, dass es in unserer Gesellschaft fälschlicherweise noch häufig als Manko gilt, wenn man mit etwas nicht alleine zurecht kommt“, so Dr. Karl Deiritz, Mitarbeiter von Wiese e. V.

Selbsthilfe am Katholischen Klinikum Essen

Um Patienten und Angehörigen den Zugang auf Selbsthilfegruppen zu erleichtern, legen alle Häuser des Katholischen Klinikums Essen Wert auf deren Integration. Das wird unter anderem durch die enge Zusammenarbeit mit Wiese e. V. erreicht. Das Klinikum kooperiert aber auch mit der Deutschen Rheumaliga. So wurden schon Fachvorträge im Rahmen von Veranstaltungen der Deutschen Rheumaliga durch einen der orthopädischen Chefärzte gehalten. „Zudem kann sich die Deutsche Rheumaliga bei Vortragsveranstaltungen im Klinikum durch einen Informationsstand beteiligen“, ergänzt Gondolatsch.

Dr. Deiritz arbeitet bereits seit 20 Jahren für Wiese e. V. Er weiß, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass Krankenhäuser in der Arbeit mit Selbsthilfegruppen so engagiert sind.

Lesen hier ein ausführliches Interview zum Them Selbsthilfe in Essen mit Dr. Karl Deiritz von Wiese e. V.