Einzigartiges Konzept dient als Vorlage für andere Kliniken

Seit Januar 2015 bilden das Katholische Klinikum Essen und die Steinbeis Hochschule Essen-Kupferdreh interessierte Bürgerinnen und Bürger zu „mündigen Patienten“ aus. Das Konzept wurde so gut angenommen, dass mittlerweile andere Kliniken aufgesprungen sind. In der Pressekonferenz vom vergangenen Dienstag, die neben der feierlichen Auszeichnung der Absolventen an der Steinbeis Hochschule im Essener Süden stattfand, zogen alle Beteiligten ein äußerst positives Resümee der letzten zwei Jahre und erläuterten die Zukunftsperspektiven des erfolgreichen Modells.

„Zentrale Absicht der Patientenhochschule ist die kostenfreie Aufklärung und Information“, eröffnete Oliver Gondolatsch, Initiator und ehemaliger Leiter Marketing und Kommunikation am Katholischen Klinikum Essen seine Präsentation und ergänzte: „Im Gegensatz zu anderen Patientenuniversitäten haben wir in Essen keine einfache Vortragsreihe, sondern mit der Patientenhochschule eine Dachmarke, die für Studenten mit keinen Unkosten verbunden ist und auch anderen Kliniken als Vorlage an die Hand gegeben wird“. Marc Raschke, Leiter der Unternehmenskommunikation am Klinikum Dortmund, bestätigte dieses Konzept. Am Klinikum Dortmund ging die Patientenhochschule im Januar 2016 an den Start. Seitdem besuchen 120 Zuhörer regelmäßig die Workshops und Seminare.

Übergabe der Zertifikate v.l.n.r.: Stefan Mattes (Leiter Marketing und Kommunikation am Katholischen Klinikum Essen), Ingrid Anslik (Geschäftsführerin und Institutsleitung der Steinbeis Hochschule in Essen-Kupferdreh), PD Dr. Horst Gerhard (Mit-Initiator der Patientenhochschule und ehemaliger Leitender Arzt am Katholischen Klinikum Essen), Patientenhochschüler und Absolvent Lothar Geil

Übergabe der Zertifikate v.l.n.r.: Stefan Mattes (Leiter Marketing und Kommunikation am Katholischen Klinikum Essen), Ingrid Anslik (Geschäftsführerin und Institutsleitung der Steinbeis Hochschule in Essen-Kupferdreh), PD Dr. Horst Gerhard (Mit-Initiator der Patientenhochschule und ehemaliger Leitender Arzt am Katholischen Klinikum Essen), Patientenhochschüler und Absolvent Lothar Geil

„Ein starker, wissenschaftlicher Partner an der Seite“

„Die Idee der Patientenhochschule passte sehr gut in unser Portfolio und zur Ausrichtung unserer Hochschule“, erklärte Ingrid Anslik, Geschäftsführerin und Institutsleitung der Steinbeis Hochschule in Essen-Kupferdreh. Steinbeis bietet in Essen-Kupferdreh Studiengänge im Sozial- und Gesundheitswesen an. Die Steinbeis Hochschule ist wissenschaftlicher Partner der Patientenhochschule. „Ohne diesen starken wissenschaftlichen Partner wäre das Modell in dieser Form gar nicht durchführbar“, erklärte Stefan Mattes. Der Leiter Marketing und Kommunikation am Katholischen Klinikum Essen und Nachfolger von Oliver Gondolatsch stellte die weitere Planung des Modells vor. Die Patientenhochschule soll durch Übertragung der Vorträge im Internet via Stream oder als Fernstudium zunehmend jüngeren Menschen zugänglich gemacht werden. In diesem Zusammenhand sollen auch weitere  Nutzungsmöglichkeiten des stetig wachsenden Pools an Fachvorträgen angedacht werden. „Je kompletter die Infrastruktur der Patientenhochschule, umso erfolgreicher wird sich das Modell in Zukunft auf weitere Kliniken übertragen“, erläutert Stefan Mattes den Grundgedanken die Patientenhochschule in möglichst vielen Regionen zu etablieren. Als letzter Podiumsgast der Pressekonferenz erläuterte der 73-jährige Hartmut van de Wetering die Gründung der Selbsthilfegruppe Polyneuropathie aufgrund einer Veranstaltung an der Patientenhochschule.

Feierliche Auszeichnung der erfolgreichen Studenten

Elf Absolventen erhielten vor der Pressekonferenz das Basiszertifikat „Mündiger Patient“ oder einen der darauf aufbauenden Abschlüsse. Übergeben wurden die Zertifikate durch PD Dr. Horst Gerhard, Mit-Initiator und ehemaliger Leitender Arzt am Katholischen Klinikum Essen sowie durch Ingrid Anslik. Die mittlerweile vierte Prüfung der Patientenhochschule fand am 21. März statt.

Pressekonferenz – Teilnehmer v.l.n.r.: Hartmut van de Wetering (Selbsthilfegruppe Polyneuropathie), Marc Raschke (Leiter Unternehmenskommunikation Klinikum Dortmund), Ingrid Anslik (Geschäftsführerin und Institutsleitung der Steinbeis Hochschule in Essen-Kupferdreh), Stefan Mattes (Leiter Marketing und Kommunikation am Katholischen Klinikum Essen), Oliver Gondolatsch (Initiator und ehemaliger Leiter Marketing und Kommunikation am Katholischen Klinikum Essen)

Pressekonferenz – Teilnehmer v.l.n.r.: Hartmut van de Wetering (Selbsthilfegruppe Polyneuropathie), Marc Raschke (Leiter Unternehmenskommunikation Klinikum Dortmund), Ingrid Anslik (Geschäftsführerin und Institutsleitung der Steinbeis Hochschule in Essen-Kupferdreh), Stefan Mattes (Leiter Marketing und Kommunikation am Katholischen Klinikum Essen), Oliver Gondolatsch (Initiator und ehemaliger Leiter Marketing und Kommunikation am Katholischen Klinikum Essen)

Die Patientenhochschule

Die Patientenhochschule ist ein kostenfreies Dienstleistungsangebot des Katholischen Klinikums Essen und der Steinbeis Hochschule Essen-Kupferdreh. Weitere Partner sind die AOK Essen Mülheim an der Ruhr, Wiese e.V., Essen forscht und heilt, Stadt Essen Feuerwehr, der Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen e.V., der Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e.V., die Gesundheitskonferenz sowie das Gesundheitsamt der Stadt Essen. Die Patientenhochschule bietet einen Zertifikatskurs, der in Zusammenarbeit mit der Steinbeis Hochschule entwickelt wurde. Der Kurs endet mit dem Abschluss „Der mündige Patient“ und richtet sich an interessierte Bürger, Patienten, Patientenvertreter, aber auch an Mitarbeiter im Gesundheits- und Sozialwesen. Die Vorträge und Seminare werden ehrenamtlich von Mitarbeitern des Katholischen Klinikums Essen, der Steinbeis Hochschule und externen, regionalen Partnern abgehalten.