Patientenrechte
Welche Rechte habe ich als Patient? Diese Frage stellen sich Bürgerinnen und Bürger immer wieder. Die Grundlage für die Rechte der Patienten bildet das Patientenrechtegesetz (PatRG), das am 26. Februar 2013 von der Bundesregierung verabschiedet wurde. Enthalten ist in diesem Gesetz unter anderem das Recht auf Selbstbestimmung, das heißt medizinische Maßnahmen dürfen grundsätzlich nur mit der Einwilligung des Patienten durchgeführt werden. Weiterhin hat jeder das Recht, ausführlich und verständlich vom behandelnden Arzt über seine Erkrankung aufgeklärt zu werden oder Einblick in seine Patientenakte zu nehmen. Auch die ärztliche Schweigepflicht oder das Recht auf eine Zweitmeinung ist im PatRG geregelt.

Trotz gesetzlicher Regelungen gibt es immer wieder Fälle, in denen sich Patienten hilflos fühlen und nicht wissen an wen sie sich bei Problemen wenden sollen. Der Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e.V. (BPiK) und der Bundesverband Beschwerdemanagement in Gesundheitseinrichtungen e.V. (BBfG) haben daher den „Tag des Patienten“ ins Leben gerufen, um verstärkt auf die Rechte der Patienten aufmerksam zu machen.

„Viele Patienten kennen ihre Rechte nicht“, sagt Detlef Schliffke vom BPiK

„Viele Patienten kennen ihre Rechte nicht“, sagt Detlef Schliffke, Patientenfürsprecher am Katholischen Klinikum Essen und Vorstand des BPiK

Bundesweiter Tag des Patienten
Der erste bundesweite Tag des Patienten fand am 26. Januar 2016 statt und wird künftig jedes Jahr an diesem Tag veranstaltet. Neben dem Katholischen Klinikum Essen nahmen 14 weitere Kliniken teil und machten auf die Stärkung der Patientenrechte und die Arbeit der Patientenfürsprecher sowie der Beschwerdemanager in ihren Krankenhäusern aufmerksam.

In der Presse schlug die Aktion hohe Wellen. Unter anderem meldete sich die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml zu Wort. Sie plädierte für eine verpflichtende Anstellung von Patientenfürsprechern in bayerischen Krankenhäusern wie es in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin oder im Saarland bereits der Fall ist. Darüber hinaus lobte sie die ehrenamtliche Tätigkeit der Patientenfürsprecher und deren Initiative, sich für andere Menschen einzusetzen