Aufgaben eines Patientenfürsprechers
Ein Patientenfürsprecher dient dem Patienten als unabhängige Beschwerdestelle. Gibt es während eines Krankenhausaufenthaltes Probleme, fühlt ein Patient sich zum Beispiel nicht angemessen behandelt oder informiert, so kann er sich an den Patientenfürsprecher wenden. Dieser klärt den Patienten über seine Rechte auf und versucht, die Situation im Sinne des Patienten zu lösen, indem er Kontakt zu den beteiligten Ärzten und Pflegern sucht. Er nimmt somit eine Vermittlerrolle ein. Dabei unterliegt er wie ein Arzt der Schweigepflicht: jede ihm anvertraute Information darf er nur mit Einverständnis des Patienten weitergeben.

Ehrenamtliche Tätigkeit
Der Patientenfürsprecher arbeitet in der Regel ehrenamtlich und ist daher vom Krankenhaus finanziell unabhängig. In Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin und dem Saarland ist jedes Krankenhaus verpflichtet, einen unabhängigen Patientenfürsprecher einzusetzen. In den anderen Bundesländern dürfen Krankenhäuser eigenständig entscheiden, ob sie einen Patientenfürsprecher in den Klinikalltag integrieren.

Logo des Bundesverbandes Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e.V.Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e.V. (BPiK e.V.)
Als Dachverband wurde im März 2015 der Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e.V. gegründet. Der BPiK unterstützt Kliniken bei der Integration von Patientenfürsprechern und gibt Handlungsempfehlungen, wie diese optimal in den Krankenhausalltag integriert werden können. Darüber hinaus ist es oberstes Ziel des Verbands, Bürgerinnen und Bürger über ihre Rechte als Patient aufzuklären.

Detlef Schliffke

Detlef Schliffke

Im Philippusstift des Katholischen Klinikums Essen arbeitet Detlef Schliffke als Patientenfürsprecher. Er ist zugleich Vorstand des BPiK e.V.

Seine Sprechzeiten sowie die der anderen Patientenfürsprecher Gisela Juschka und Birgit Hagen können der Homepage des Katholischen Klinikums Essen entnommen werden.