Gesund in Essen sprach mit Priv.-Doz. Dr. Horst Gerhard, Facharzt für Neurologie, Neurologie und Psychiatrie, Physikalische und Rehabilitative Medizin, Neurologische Intensivmedizin, Geriatrie, Rehabilitationswesen, Physikalische Therapie; Chefarzt der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie am Philippusstift des Katholischen Klinikums Essen über die neurologische Rehabilitation nach einem Schlaganfall.

Herr Dr. Gerhard, wie gestaltet sich für Schlaganfallpatienten der Weg zurück ins Leben?
Sobald die Ursache des Schlaganfalls feststeht, beginnen wir mit der Therapie, die von einem erfahrenen Team aus Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sprachtherapeuten, Neuropsychologen und Pflegekräften durchgeführt wird. Sie alle erarbeiten mit dem Patienten einen persönlichen Rehabilitationsplan. Vereinfacht gesagt geht es dann darum, jedem Patienten kurzfristig erreichbare Ziele zu setzen. Das kann eine Armbewegung sein, die wieder eigenständig ausgeführt wird, oder eine bestimmte Anzahl von Schritten, die der Patient auf dem Klinikflur absolviert. Gemeinsam mit dem Patienten sammeln wir Erfolgserlebnisse.

Wie kann der Patient an der Therapie mitwirken?
Neurologische Rehabilitation ist intensive Arbeit, ganz besonders für den Patienten selbst. Bei Sprachstörungen zum Beispiel muss intensiv mindestens acht Stunden pro Woche geübt werden. Wenn wir alle – der Patient, das Team aus Ärzten und Therapeuten und die Angehörigen – gemeinsam an einem Strang ziehen, gibt es meist schnell greifbare Erfolge.

Kontakt:
Katholisches Klinikum Essen
Philippusstift
Priv.-Doz. Dr. Horst Gerhard
Leitender Arzt
Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie
Hülsmannstraße 17
45355 Essen
Fon: 0201 6400 3350