Die Patientenhochschule des Katholischen Klinikums Essen gab Anstoß zur Gründung der neuen Selbsthilfegruppe.

Polyneuropathie ist eine Nervenkrankheit. Betroffene leiden meist unter einer deutlich eingeschränkten Reizweiterleitung in bestimmten Körperregionen. Dies ist ein schleichender Prozess: Nach und nach entstehen Funktionsstörungen wie motorische Einschränkungen oder sensorische Missempfindungen an den Armen, Beinen und Füßen. Die Erkrankten nehmen Sinneseindrücke dann entweder gar nicht mehr oder zu intensiv wahr. Um auf das seltene und für Betroffene schwerwiegende Leiden aufmerksam zu machen, wurde jetzt in Essen die erste Selbsthilfegruppe gegründet. Die erste Zusammenkunft ist geplant für den 23. Juli um 18 Uhr im Katholischen Klinikum Essen in der Johanniskirchstrasse 27 im Konferenzraum des Qualitätsmanagements.

Alltagstaugliche Unterstützung für ein komplexes Krankheitsbild
Wer an Polyneuropathie erkrankt ist, dem hilft in der Regel keine medikamentöse Therapie. Denn da die Krankheit kein eigenständiges Leiden, sondern Folge anderer Grunderkrankungen ist, müssen diese zuerst erfolgreich behandelt werden. Für die Patienten bedeutet das meist eine längerfristige Therapie und die Einschränkung ihrer Lebensqualität. Um den Genesungsprozess zu beschleunigen und den Betroffenen vor allem in ihrem Alltag individuellen Rückhalt geben zu können, hat sich nun die erste Selbsthilfegruppe Polyneuropathie in Essen gegründet.

„Bisher suchte man eine Möglichkeit zum Austausch über die Polyneuropathie im Großraum Essen vergebens“, sagt Hartmut van de Wetering, Leiter der neuen Selbsthilfegruppe Polyneuropathie „PNP“ in Essen. „Dabei tut es so gut, jemanden zu haben, mit dem man sich über das komplexe Krankheitsbild austauschen kann.“

Van de Wetering glaubt daran, dass sich die persönlichen Kontakte mit anderen Erkrankten positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken werden.

Patientenhochschule motivierte Gründung der Selbsthilfegruppe
Anregung zur Gründung der Selbsthilfegruppe gab ihm ein Vortrag zum Thema „Selbsthilfegruppen“ der neuen Patientenhochschule am Katholischen Klinikum Essen. Dankbar nahm van de Wetering die Informationen zur Selbsthilfe auf, erkannte den Bedarf nach der noch intensiveren Betreuung Betroffener und organisierte in Zusammenarbeit mit Wiese e.V. und dem Katholischen Klinikum Essen kurzum den ersten Besprechungstermin für die Selbsthilfegruppe in den Räumlichkeiten des Katholischen Klinikums Essen. Teilnehmen wird auch die Wiese e.V., die Essener Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen und Interessierte.

„Wir freuen uns sehr, dass die positive Resonanz auf unsere Patientenhochschule sich bereits in konkreten Projekten der Teilnehmer widerspiegelt. Die gute und wichtige Initiative von Hartmut van de Wetering unterstützen wir gern. Und wir sind sicher, dass die Betroffenen von dem künftigen Erfahrungsaustausch zur Nervenerkrankung Polyneuropathie profitieren“, so Oliver Gondolatsch, Leiter Marketing und Kommunikation und Kfm. Leiter des MVZ des Katholischen Klinikums Essen.

Kontakt Selbsthilfegruppe PNP
Hartmut van de Wetering
Katholisches Klinikum Essen GmbH
Hospitalstraße 24
45329 Essen
medmanagement05@aol.com

Kontakt Wiesenetz e.V.
Gabriele Becker
Pferdemarkt 5
45127 Essen
Tel. 0201 207676
becker@wiesenetz.de