Auf ein gutes Jahr blicken die mit dem Katholischen Klinikum Essen kooperierenden Selbsthilfegruppen zurück. Die Wünsche für das neue Jahr fallen dennoch insgesamt bescheiden aus.

Hemmschwellen abbauen
Einen Mitgliederzuwachs konnte die Schlaganfall Selbsthilfe Essen verzeichnen: Aloys Slabbers, 1. Vorsitzender der Schlaganfall Selbsthilfe Essen e.V. ist froh, dass weitere Betroffene den Schritt gewagt und sich der Selbsthilfegruppe angeschlossen haben. Besonders erfreulich war aus seiner Sicht, dass sich wieder Fachärzte zur Verfügung gestellt und in der Gruppe Referate gehalten haben. Dieses Angebot möchte er im neuen Jahr weiter ausbauen. Für 2017 hat sich der Vorsitzende selbst einiges vorgenommen: Da immer noch bei vielen Betroffenen eine Hemmschwelle besteht, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, wird er einige Seminare besuchen. Sein Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und vom Schlaganfall betroffenen Menschen noch mehr Mut zu machen. Aloys Slabbers weiß aus eigener Erfahrung wie schrecklich das ist, wenn man aus der Reha kommt und in ein tiefes Loch fällt. Es ist zunächst niemand da, der einem hilft. Der Betroffene weiß nicht, wie es weitergeht. Doch es geht weiter. Und genau das versucht die Selbsthilfegruppe Betroffenen zu vermitteln – auch im kommenden Jahr.

Neuer Botschafter für LungenfibrO2e e.V.
„Mein persönliches Highlight in diesem Jahr war, dass ich den Bundestagsabgeordneten Dirk Heidenblut als ersten Botschafter für den Lungenfibrose e.V. gewinnen konnte. Wir werden gemeinsam für die Lungenfibrose, speziell für die IPF (idiopathische pulomonale Fibrose), kämpfen“, sagt Dagmar Kauschka, 1. Vorsitzende des Lungenfibrose e.V.
Dagmar Kauschka gründete 2012 die Selbsthilfe Lungenfibrose e.V. in Essen mit dem Ziel, Betroffenen schnelle und ausführliche Hilfe bei dieser seltenen Erkrankung zu bieten. Für 2017 wünscht sie sich, dass mehr Ärzte den Blick auf die Lungenfibrose, speziell auf die IPF richten, damit die Patienten schneller einer Therapie zugeführt werden. 2016 gab es seitens der pneumologischen Kliniken bereits etwas mehr Interesse an den Patiententagen zur Lungenfibrose – sie hofft deshalb, im neuen Jahr weitere Kliniken für die Aufklärung der Patienten gewinnen zu können.