Dr. Peter Feldmann hat die Erfahrung gemacht, dass während einer Fußballweltmeisterschaft die Zahl der Verletzungen auch bei Amateuren steigt. CityNEWS sprach mit dem Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Hand- und Fußchirurgie am Philippusstift und am St. Vincenz Krankenhaus über die Knieverletzungen, die beim Fußball am häufigsten vorkommen.

CityNEWS: Dr. Feldmann, Sie betreuen viele regionale Fußballer in Essen und haben einen guten Einblick in deren Verletzungen bekommen. Was ist die häufigste Knieverletzung bei Fußballern?
Zu den häufigsten schweren Knieverletzungen bei Fußballern gehört definitiv eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes. Das vordere Kreuzband trägt einen wesentlichen Anteil zur Stabilität des Gelenks bei und ist deshalb das wichtigste Band des Kniegelenks. Ein Kreuzbandriss entsteht oft dann, wenn sich das Knie verdreht oder nach innen wegknickt. Bei Fußballern passiert das oft bei einer Landung nach einem Kopfball oder beim Abbremsen nach einem Sprint. Aus vergangenen Fällen weiß man, dass diese Ruptur langwierige Ausfallzeiten nach sich ziehen kann.

CityNEWS: Sie sprechen von langen Ausfallzeiten. Wie lange dauert die Heilung nach einer Kreuzbandverletzung in der Regel?
Bei einem Kreuzbandriss wird bei Profi-Fußballern häufig ein operativer Ersatz durchgeführt; dabei wird meistens eigenes Sehnengewebe verwendet, das an anderer Stelle entnommen wird. Bis dieses vollständig eingeheilt ist, dauert es etwa drei Monate. Danach folgt das Muskelaufbau- und Koordinationstraining, das ebenfalls zwei bis drei Monate Zeit beansprucht. Bei einem optimalen Heilungsverlauf können Profi-Spieler also nach ungefähr sechs Monaten wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren. Die schnelle Genesung liegt zu einem großen Teil auch am individuellen und intensiven Training, das ihnen, im Vergleich zu ihren Amateurkollegen, zuteil wird.

CityNEWS: Bei Mario Gomez und Sami Khedira war das Innenband verletzt. Wie entsteht ein Innenbandriss und wie aufwendig ist die Therapie?
Lesen Sie die Antwort von Dr. Feldmann und das gesamte Interview hier bei CityNEWS.