Die Geburt eines Kindes ist immer wieder ein kleines Wunder. Aber auch Wunder wollen sorgfältig vorbereitet sein. Im zweiten Teil unserer dreiteiligen Serie zum Thema Geburtshilfe am Marienhospital Altenessen erläutern Dr. Martin Schütte, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und die stellvertretende Chefärztin, Dr. Justine Speth, wie die Entwicklung des Ungeborenen im zweiten Drittel der Schwangerschaft verläuft.

Ab dem vierten Monat beginnt für die meisten Schwangeren eine Zeit der Ruhe und Gelassenheit, während sich der Fötus rasch weiterentwickelt. Die anfängliche Übelkeit ist verschwunden, die Stimmungsschwankungen nehmen ab. Körper und Psyche haben sich auf die veränderte Hormonsituation eingestellt. Die Vorfreude wächst – und mit ihr der Babybauch.

4. bis 6. Monat

Im 4. Monat nimmt der Fötus erstmals Fruchtwasser auf, die Verdauung beginnt zu arbeiten.

„Zu Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels sind alle Organe des Fötus weitgehend ausgebildet, aber noch nicht voll funktionstüchtig“, sagt Dr. Schütte. „Sie müssen weiter reifen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können.“ Im 4. Monat nimmt der Fötus erstmals Fruchtwasser auf, die Verdauung beginnt zu arbeiten. Im 5. Monat bildet sich die sogenannte Käseschmiere, eine Art körpereigene Schutzcreme, gleichzeitig wird der ganze Körper von einem weichen Flaum bedeckt. Die meisten Frauen können jetzt spüren, wenn sich das Kind bewegt. Ab der 23. Woche kommt es zu einer starken Gewichtszunahme und vermehrten Fetteinlagerungen. Das Ungeborene reagiert bereits auf Geräusche und Licht. Bis zum Ende des 6. Monats ist der Fötus äußerlich praktisch voll entwickelt. Er erkennt die Stimmen der Eltern und wiegt bei einer Größe von etwa 31 Zentimetern stolze 700 Gramm.

Zeit, auf den eigenen Körper zu hören

Hören Sie auf Ihren Körper, er weiß, was er jetzt braucht – viel Schlaf, viel frische Luft, eine ausgewogene, vitamin- und kalziumreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung.

Viele Frauen fühlen sich in dieser Phase sehr wohl. Dennoch bringt die Schwangerschaft mancherlei Beschwerden wie Sodbrennen, Wadenkrämpfe, geschwollene Beine oder Rückenschmerzen mit sich. Dr. Speth empfiehlt werdenden Müttern: „Hören Sie auf Ihren Körper, er weiß, was er jetzt braucht – viel Schlaf, viel frische Luft, eine ausgewogene, vitamin- und kalziumreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung.“ Schwimmen, Spazierengehen oder Nordic Walking regen Kreislauf und Sauerstoffversorgung an und kräftigen Muskeln und Bindegewebe. Darüber hinaus hilft eine gute Kondition, die körperlichen Anstrengungen der Geburt besser zu verkraften. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Die erhöhte Sauerstoffaufnahme unterstützt die Entwicklung des Kindes. Die Geburt eines Kindes ist immer wieder ein kleines Wunder. Aber auch Wunder wollen sorgfältig vorbereitet sein. Im zweiten Teil unserer dreiteiligen Serie zum Thema Geburtshilfe am Marienhospital Altenessen erläutern Dr. Martin Schütte, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, und die stellvertretende Chefärztin, Dr. Justine Speth, wie die Entwicklung des Ungeborenen im zweiten Drittel der Schwangerschaft verläuft.

Vorsorgeuntersuchungen gehören dazu

„Auch wenn sich die werdende Mutter topfit fühlt, sollte sie die Vorsorgetermine alle vier Wochen unbedingt wahrnehmen, damit mögliche Risiken frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden können“, betont Dr. Schütte. Bei den Untersuchungen werden Blutdruck und Gewicht notiert, der Stand der Gebärmutter ertastet und die Herztöne des Kindes kontrolliert. Darüber hinaus werden Urinproben und in größeren Abständen auch Blutproben genommen sowie die Sauerstoffversorgung des Kindes überprüft. Zwischen der 19. und 22. Woche steht die zweite von insgesamt drei Ultraschalluntersuchungen an. Auf dem Monitor ist jetzt bereits zu erkennen, ob es ein Junge oder Mädchen wird.

Von Anfang an gut betreut am Katholischen Klinikum Essen

Zur Rundum-Betreuung gehört auch die Hebammensprechstunde, bei der sich ganz persönliche Fragen „von Frau zu Frau“ besprechen lassen.

Das Marienhospital Altenessen bietet mit Überweisung vom Frauenarzt Untersuchungen an, die im Einzelfall – zum Beispiel bei Vorerkrankungen – sinnvoll sein können. „Die werdenden Mütter schätzen die medizinische Kompetenz unseres Geburtshilfe-Teams, die Vielzahl der Entbindungsmöglichkeiten und die familiäre, herzliche Atmosphäre auf der Station. Mit einer einfühlsamen Begleitung während der gesamten Schwangerschaft möchten wir ihnen ein Gefühl der Sicherheit geben, Ängste abbauen und so Vertrauen schaffen“, so Dr. Speth. Zur Rundum-Betreuung gehört auch die Hebammensprechstunde, bei der sich ganz persönliche Fragen „von Frau zu Frau“ besprechen lassen.

Die Geburt nach eigenen Wünschen gestalten

Die umfassende Geburtsvorbereitung am Katholischen Klinikum Essen wird durch das Angebot der Elternschule ergänzt. Dr. Speth empfiehlt das Angebot des Klinikums und der Elternschule zu nutzen: „Werdende Eltern sollten sich frühzeitig über Geburtsverlauf, Gebärmethoden, Atem- und Entspannungstechniken informieren, um sich selbst und dem Baby einen möglichst stressfreien Start ins gemeinsame Leben zu ermöglichen.“