Nachweislich mündig: Elf Männer und Frauen haben erfolgreich ihre Prüfung an der Patientenhochschule des Katholischen Klinikums Essen abgelegt.

Die erreichten Punktzahlen liegen zwischen 50 und 26 Punkten von max. 60 zu erreichenden Zählern. Insgesamt mussten innerhalb von 60 Minuten 20 Aufgaben absolviert werden, davon 18 im Multiple-Choice-Verfahren sowie zwei offene Fragen.

„Wir freuen uns sehr, dass alle Prüflinge ihre Klausur bestanden haben“, sagt Oliver Gondolatsch, Marketingleiter des Katholischen Klinikums Essen. Es war der erste Prüfungsdurchgang der neu gegründeten Patientenhochschule.

Seit Anfang des Jahres bilden das Katholische Klinikum Essen und die Steinbeis Hochschule in Essen-Kupferdreh mit Experten aus den Bereichen Medizin, Pflege und Gesundheitspolitik in Seminaren interessierte Bürgerinnen und Bürger zu „mündigen Patienten“ aus. Der Zertifikatskurs ist gemeinsam mit der Steinbeis Hochschule entwickelt worden. „Die Bilanz ist sehr gut“, sagt Priv.-Dozent Dr. Horst Gerhard, leitender Arzt der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie am Katholischen Klinikum Essen und einer der Initiatoren der Patientenhochschule. Er spricht von 80 bis 100 Patienten pro Vorlesung. Damit sind die Vorträge fast ausgebucht. Die Akzeptanz gehe weit über Essen hinaus.

Die Patientenhochschule gehört zu den ersten deutschlandweit und ist in ihrer Ausführung insbesondere wegen praktischer Elemente im Simulationszentrum der Steinbeis Hochschule einzigartig. Dort können sich Patienten genauestens in die neueste Technik der Narkose- und Beatmungsgeräte einweisen lassen. Unter fachkundiger Anleitung haben sie sogar die Möglichkeit, an Dummies selbst einmal eine Beatmung oder eine Narkose auszuprobieren.