Peter Renzel, Beigeordneter der Stadt Essen, spricht über die Vorteile der Patientenhochschule

Peter Renzel

Gut informiert und mündig: Peter Renzel, Beigeordneter der Stadt Essen für Bildung, Jugend und Soziales, zeigt sich begeistert von der Patientenhochschule des Katholischen Klinikums Essen. Warum aus seiner Sicht Patienten, Klinikmitarbeiter und die Politik davon profitieren, berichtet er im exklusiven Interview mit „Gesund in Essen“.

Nicht nur die Landesregierung NRW nennt als eines ihrer Gesundheitsziele Patientensouveränität. Was halten Sie als Beigeordneter der Stadt Essen in diesem Zusammenhang von der Patientenhochschule des Katholischen Klinikums Essen und der Steinbeis Hochschule, eine der ersten ihrer Art in Deutschland.

Peter Renzel: Die Medizin hat einen sehr hohen Stellenwert in unserer Stadt. Wir sind froh, eine so exzellente und umfassende Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu haben. Der Gesundheitssektor ist mit über 45.000 Beschäftigten ein Job-Motor und auch deshalb für unsere Stadt ungemein wichtig.

Die Patientenhochschule begrüße ich als eine Bildungseinrichtung sehr. Hier wird medizinischen Laien ein komplexes medizinisches Wissen vermittelt und zwar so, dass medizinische Inhalte und Zusammenhänge verständlich werden. Zusätzlich erfolgt hier eine Aufklärung über die Gesundheitspolitik. Im besten Sinne also auch ein toller Beitrag zu mehr Bürgerbeteiligung und Demokratie. Wir haben frühzeitig in der kommunalen Gesundheitskonferenz über diese Patientenhochschule informiert und mit dem Leiter unseres Gesundheitsamtes, Dr. Rainer Kundt, auch einen Dozenten zur Verfügung gestellt.

Der demographische Wandel bedingt, dass die Bürgerinnen und Bürger immer häufiger mit dem Gesundheitswesen in Berührung kommen. Zur Förderung und Erhaltung ihrer Gesundheit und im Umgang mit Erkrankungen benötigen sie hochwertige und verständliche Informationen zu Themen der Gesundheit und Krankheiten.

Warum ist es wichtig Patientinnen und Patienten zu empowern.

Peter Renzel: Empowerment ist die Förderung der Fähigkeit für selbständiges und selbstbestimmten Handeln. In diesem Sinne trägt die Patientenhochschule bestmöglich dazu bei, dass Bürgerinnen und Bürger gut informiert werden und damit zu mündigen Patientinnen und Patienten werden, die sich auch trauen, Fragen zu stellen, und die die gewonnenen Informationen verstehen. Auf dieser Grundlage können sie selbständig entscheiden, welchen Weg der Behandlung, der Therapie sie wählen wollen. Das hilft nicht nur den Patientinnen und Patienten sondern auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im Gesundheitswesen arbeiten.

Inwiefern hat sich das Arzt-Patienten-Verhältnis in den vergangenen Jahren verändert?

Peter Renzel: Die Patientinnen und Patienten sind besser informiert als früher, unter anderem durch die Nutzung des Internets, aber auch – besonders in unserer Stadt – durch eine sehr vielfältige und hohe Zahl an Selbsthilfegruppen. Alle Kliniken in Essen stehen der Selbsthilfe in beispielgebender Weise zur Seite. Darüber hinaus unterstützen Patientenfürsprecher die Anliegen der Patientinnen und Patienten in unseren Krankenhäusern. Die Patientenhochschule ist ein sehr begrüßenswerter weiterer Mosaikstein zur Verbesserung des Arzt-Patienten-Verhältnisses. 

Welche Kurse zum Thema Gesundheit würde Sie selbst gern mal besuchen?

Peter Renzel: Ich würde gern mal den Reanimationskurs Basis und Fortgeschrittene besuchen, die fundamentalen Dinge der Ersten Hilfe sollten wir als Bürger immer drauf haben. Für die Altersmedizin fühle ich mich mit meinen 55 Jahren zurzeit wirklich noch zu jung. Spontan würde mich auch die Fortbildung zur Gerätemedizin interessieren, weil ich dazu noch zu wenige Informationen habe. Aber ehrlich gesagt, sind alle Themen gut gewählt und interessant. Eine Freundin besucht zurzeit die Patientenhochschule und ist sehr begeistert von diesem Angebot. Ich profitiere also bereits durch ihre Erzählungen von diesem tollen Angebot.

 

Kontakt

Stadt Essen
Peter Renzel

Beigeordneter für Bildung, Jugend und Soziales

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