Die Diagnose Multiple Sklerose wirft viele Fragen auf. Wera Uhlenbrock, 1. Stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Essen e.V. (DMSG), erklärt im Interview, wie die DMSG Betroffenen helfen kann.  

Warum sollten MS-Patienten Kontakt zu der DMSG Essen aufnehmen?
Wera Uhlenbrock: Bleiben Sie neugierig. Der erste Kontakt kostet sicherlich Überwindung, aber es gibt kaum einen „einfacheren“ Weg, um an unterschiedliche Meinungen zu verschiedenen Ärzten und Therapiemethoden sowie Erfahrungen im Umgang mit Behörden und Arbeitgebern zu kommen. Bringen Sie ihren Lebenspartner zu den Treffen mit, denn die Diagnose Multiple Sklerose geht beide etwas an. Bei uns lernen Sie Menschen kennen, die gelernt haben, gemeinsam mit MS zu leben. Keine Sorge: Wir reden nicht die ganze Zeit über die Erkrankung. Uns geht es hauptsächlich darum, Betroffene aus dem Alltag zu holen und das Leben mit der Krankheit durch gemeinsame Aktivitäten wie Ausflüge, Arzt-/Patientenseminare, Tai Chi-Kurse oder mit Maltherapie positiv zu gestalten.

Von der Erkrankung sind 2/3 Frauen und 1/3 Männer betroffen – wie nehmen Sie betroffenen Männern die Scheu, sich Ihnen anzuschließen?
Wera Uhlenbrock: Wir laden betroffene Männer herzlich ein, einfach mal vorbeizukommen. Aus Erfahrung wissen wir, dass Männer anders mit der Diagnose und der Therapie umgehen als Frauen. Miteinander reden, füreinander da sein und Verständnis für die Situation finden – das hat auch betroffenen Männern sehr geholfen, diese Erkrankung besser zu verstehen.

Ihr Kontakt vor Ort
DMSG Essen e.V.
Telefon: 0201-35 75 44
E-Mail: uhlenbrock@dmsg-essen.de
Webseite: www.dmsg-essen.de