Die Patientenhochschule des Katholischen Klinikums Essen blickt auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurück. „Wir sind mit 300 Studenten ausgebucht und weiterhin sehr gefragt. Bei der einen oder anderen Krankenkasse werden unsere Kurse schon für Bonusstempelhefte anerkannt“, freut sich Oliver Gondolatsch, Marketingleiter des Katholischen Klinikums Essen, über den großen Erfolg.

Inzwischen wollen auch andere Krankenhäuser auf den Zug aufspringen. „So zum Beispiel das Klinikum Dortmund, welches das Konzept über eine Bildungsakademie im nächsten Jahr umsetzen wird, und die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg, die großes Interesse bekundet haben“, berichtet Gondolatsch. Das Konzept stellt das Katholische Klinikum Essen gemeinnützigen Häusern zur Verfügung, sofern bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Dazu gehört zum Beispiel, dass sie das Konzept als soziales Engagement zur Patientenbildung und ohne Beteiligung der Industrie umsetzen.

„Ein nächster Schritt, wenn weitere Patientenhochschulen gegründet sind, ist es, sich als Wertegemeinschaft zusammenzuschließen“, richtet der Marketingleiter seinen Blick Richtung Zukunft. Manche Kliniken hätten Bedenken, sich mit Fachseminaren für Patienten ‚die Querulanten von morgen‘ heranzuziehen. „Das können wir nicht bestätigen“, gibt Gondolatsch Entwarnung.

„Unsere Chefärzte sind alle durch die Bank weg begeistert von der Patientenhochschule.“

Seit Anfang des Jahres bilden das Katholische Klinikum Essen und die Steinbeis Hochschule in Essen-Kupferdreh mit Experten aus den Bereichen Medizin, Pflege und Gesundheitspolitik in Seminaren interessierte Männer und Frauen zu „mündigen Patienten“ aus. Der Zertifikatskurs ist gemeinsam mit der Steinbeis Hochschule entwickelt worden. Im September absolvierten elf Männer und Frauen erfolgreich die erste Prüfung der Patientenhochschule. Die nächste steht am 26. Januar an.
Der Basis-Kurs ist Ende des Jahres um drei weitere Level ergänzt worden. Absolventen können nach Erhalt des Basis-Zertifikats das nächste von insgesamt vier Levels erreichen.

„In der jeweils nächsten Stufe gibt es höherwertige Workshops, die nur zugängig für Studenten sind, die die Vorstufe erfolgreich absolviert haben, und in denen ein bestimmtes Fachwissen vorausgesetzt wird“, so Gondolatsch.

Die Patientenhochschule gehört zu den ersten deutschlandweit und ist in ihrer Ausführung insbesondere wegen praktischer Elemente am Simulationszentrum an der Steinbeis Hochschule einzigartig. Dort können sich Patienten genauestens in die neueste Technik der Narkose- und Beatmungsgeräte einweisen lassen. Unter fachkundiger Anleitung haben sie dabei die Möglichkeit, an Dummies selbst eine Beatmung oder eine Narkose auszuprobieren.

Kontakt:

Katholisches Klinikum Essen
Oliver Gondolatsch
Leiter Marketing und Kommunikation
Hospitalstraße 24
45329 Essen
Tel.: 0201 – 6400 1020
Mail: o.gondolatsch@kk-essen.de